Lasst uns über Geld sprechen

Musik zu streamen und dafür eine monatliche Gebühr zu bezahlen ist recht beliebt. Und tatsächlich steigen seit einigen Jahren wieder die Umsätze der Unternehmen, die Musik an den Endkunden bringen. Früher waren das vor allem Plattenläden deren Umsätze seit Jahren stagnieren oder fallen. Seit es aber gute Angeboten für legales Streaming gibt, fließt wieder mehr Geld. Markführer ist dabei Spotify. Spotify ist auch der Streamingdienst, der am wenigsten Geld pro Steam an die Musikschaffenden auszahlt. Aktuell sind es (je nach Region unterschiedlich) 0,4ct/Stream. Bei den 10k Streams, die wir im Jahr 2023 auf dieser Plattform erreicht haben, erwarten wir also Rund 40€. Das macht etwas über die Hälfte der Steamingeinnahmen aus.

Spotify plant zum 1.1.2024 eine Änderung ihrer AGB und ihrer Auszahlungspolitik. Für die Ausszahlung werden nur noch Titel berücksichtigt, die mehr als 1000 Streams im letzten Jahr erreicht haben. Ein paar mehr Deteils dazu gibt es hier. Von Unseren Songs erreicht ein einziger (This is Munich) gerade so diesen Schwellwert. Damit werden 2014 unsere Einnahmen durch Spotify auf rund 4-5€ sinken. Danke für nichts.

Es geht in unserem Fall nicht um die großen Summen und diese Band ist auch mehr Hobby als Mittel zum Geldverdienen. Dennoch betrifft diese Änderung im Grunde alle Indie-Künster*innen. Und es ist absehbar, dass die anderen Dienste nachziehen werden.

Es geht uns hier nicht darum, Streamingdienste schlecht zu reden. Aber wenn ihr eure Lieblingsbands unterstützen wollt, kommt zu den Shows und kauft dort Merch. Damit können wir unser Hobby finanzieren.

Mailorder

Da es in München keine Mailorder mehr für den Bodensatz gibt, machen wir das kurzerhand selbst. Unter https://shop.punkrock-underground.com kann man jetzt Tonträger und Merch kaufen. Mal sehen wie das läuft. Im November 24 entscheiden wir, ob wir das weiter verfolgen. Bis dahin gilt: Wenn ihr eure Produkte dort sehen wollt, meldet euch. Wir nehmen es in Kommission.

Album Release, Merch Produktion, Flyer und jede Menge zu tun.

Ein Album zu Releasen ist mehr, als im Proberaum ein paar Mikrophone aufzustellen und das ganze auf eine Platte zu pressen. Es müssen Cover Artwork und Inlay gestaltet werden, es müssen Testpressungen gehört und Labels designt werden. Digitale Distributoren wollen bestückt werden und die Presse bemustert. In bester Punkrock Manier am liebsten D.I.Y.
Aber jetzt ist es soweit. Die CDs sind schon da, die Flyer zur Releaseparty werden verteilt. Das Lineup steht. T-Shirts und Tanktops sind bestellt und das Vinyl ist auch schon in der Presse.

Kurzum, wir sind sehr zufrieden. Shirts geil, Mukke geil, Flyer geil und der Vorverkauf für die Releaseparty läuft wirklich sehr gut. Ab 13.10 gibt es die Musik auf den Streamingdiensten und am 14.10. kommen dann die Tonträger unter die Menschen. Läuft!

Kurzes Update im April

  • Wir haben einen kleines, geheimes und sehr exklusives Konzert gespielt und einem handverlesenen Publikum unsere neuen Songs präsentiert. Danke an alle für das Feedback. Wir haben uns das zu Herzen genommen und an dem ein oder andern Song nochmal geschraubt. Sie haben jetzt einen Finalen Stand. Jetzt noch die letzten Klicktracks aufnehmen und ein paar Gesangsfetzen zur Orientierung und dann geht’s ab ins Studio!
  • Der Termin für die Releaseparty steht. Tragt euch den 14. Oktober in eure Kalender ein.!
  • CD oder Vinyl? Wir streiten noch.!
  • Am 23.4. spielen wir immer noch im Backstage. Wir drüfen die alten Herren von Red London supporten.

Stay Drunk!

Foto: Ralf Scheck

News im Februar

Zwei neue Konzerttermine stehen an.

  • Am Sa. 4. März zusammen mit Doc Rotten und 1984 in der Glockenbachwerkstatt
  • Am 23. April zusammen mit den alten Knackern von Red London im Backstage

Und es geht in Studio. Wir haben ja berichtet, wie unser Proberaum sich mehr und mehr in ein Demo Studio verwandelt. Jetzt machen wir Nägel mit Köpfen und gehen ins Studio. Die Wahl ist auf The Engine Studios gefallen und es ist uns eine große Freude wieder mit Lolli zusammen zu arbeiten. Im Mai geht’s los und wir nehmen unser 6. Album auf. Die Releaseparty wird dann voraussichtlich im Herbst sein – sagt mal an, wen ihr euch als Support für die Party wünscht!

Proberaum – Technikzentrale

Wir starten in die Preproduction für unser neues Album. Was wir dafür brauchen und wie wir das machen, könnt ihr hier nachlesen. Denn unser Proberaum hat sich über die Jahr in eine kleine Technikzentrale verwandelt. Die Zeiten von Mikrophon und Kassettenrecorder sind vorbei und eine einfache Handyaufnahme ist uns (leider) auch nicht mehr genug.
Unser Proberaum ist fest verkabelt. Mikrophone am Schlagzeug, vor den Amps, am Gesang. Wenn wir den Rechner hochfahren können wir mit drei Mausklicks einen 12-Spurigen Mittschnitt des Takes machen. Oder bei Bedarf ein Instrument nach dem Anderen aufnehmen.

Cakewalk DAW

Im Zentrum steht ein Laptop und Software. Wir nutzen dafür die DAW Cakewalk by Bandlab. Füher war das ein teures Produkt von Sonar. Seitdem Bandlab das übernommen hat, steht es kostenlos in einer Vollversion zum Download bereit. Aktuell wir die Software mit Updates und Fixes versorgt. Es gibt auch keine Anzeichen, dass sich das ändert. Wobei man das bei kostenlosen Produkten ja nie ausschließen kann. Die DAW kann alles, was andere (Cubase, ProTools, REAPER, etc) auch können.

Als Audio Interface nutzen wir ein Focusrite Scarlett 18i8. Das Interface hat 4 Mikrophon Preamps, 4 Analoge Eingänge, einen SPDIF Digital Eingang und kann über ADAT auf 18 Aufnahmekanäle erweitert werden. Wir nutzen die 4 Preamps und die 8 ADATs.
Als Preamp haben wir einen M-Audio Octane der über ADAT mit dem Interface verbunden ist. Die drei Gesangsmikrofone werden dort gesplittet. Einmal in das Interface und durchgeschliffen in die Gesangsanlage. So können wir ganz normal Proben, hören den Gesang in lauf und können bei Bedarf einfach eine Spur pro Mic recorden (natürlich übersprechen die Mikrophone im Raum deutlich).

Bei den Mikrophonen sind wir pargmatisch und nutzen was wir haben und was günstig hergeht. Im Proberaum nehmen wir Demos und Klicktracks auf. Lange Diskussionen und langes Querhören verschiedener Mikros überlassen wir den Soundingeneuren in den Studios.
Für den Gesang haben wir eine Auswahl an Standardmikros zur Hand. Einige
Shure SM58, Sennheiser E835 und was sich über die Jahre sonst noch so angesammelt hat.
Vor der Gitarrenbox steht ein Audio-Technica MB 2k, das für den Preis einen erstaunlich guten Dienst leistet und eine Absolute Empfehlung für diesen Einsatz ist. Parallel geht das Signal über eine DI Box in das Interface um mit IK Multimedia AmpliTube 5 ein paar Facetten hinzuzufügen und vor allem um ein sauberes (ohne übersprechen durch den Lärm im Raum) zu haben.
Der Bassamp geht über den DI Ausgang direkt ins Interface und wird dort ebenfalls über die Ampsimulation geformt.
In der Kickdrum steht ein AKG D 112 MKII. Toms und Snare werden mit EV PL 35 abgenommen (die wegen der Bauart besonders geeignet sind. Preis Leistung ist richtig gut!). Für die ‚Overheads haben wir zwei recht betagte Sennheiser MD421-II die für den Einsatz definit Oversized sind, aber halt verfügbar sind.
Zum Abhören der Aufnahme haben wir ein Paar Edirol Monitore (Budget Linie von Roland). die nichts besonderes können aber ihren Zweck erfüllen. Die Hängen am SPDIF Out des Interfaces. An den beiden analogen Ausgängen hängt ein mehrkanaliger Kopfhöhrerverstärker. Zusammen mit den beiden Headphone Ausgängen am Interface könnten wir 4 separate Monitor Mixes erstellen. In der Praxis reicht uns aber einer. Eine letzte Empfehlung: Die Vic Firth SIH2 Kopfhöhrer für den Drummer wenn er auf dem Klick bleiben muss und einen Gehörschutz braucht.

Am Ende kling ein Take ohne jegliche Nachbearbeitung in etwa so:

Die Vorproduktion selbst läuft bei uns in getrennten Spuren. Nach dem Songwriting und Demos hören steht der Aufbau und das Tempo des Songs. Im Anschluss wird eine Orientierungsspur auf der Gitarre aufgenommen. Diese Spur bekommt unser Drummer Max mit einem Klick hinterlegt auf die Kopfhörer um eine Schlagzeugspur einzutrommeln. Es folgen Bass und Gesang, dann nochmal Gitarre und die Chöre. Ganz so, wie man es im Studio auch machen würde. Das ist viel Arbeit, aber es lohnt. Am Ende kann für jeden eine Individuelle Version gemischt werden, die zum üben mit nach Hause genommen werden kann und – viel wichtiger noch – im Studio als Playalong genutzt wird. Dort wird das selbe Prozedere dann nochmal in professionell aufgenommen.
Wie zwischendurch noch Zeit zum Songwriting bleiben soll wissen wir auch nicht. Bier geht aber immer. Muss ja immer nur einer spielen. Prost!

1328 Beercore goes digital

Aktuell experimentieren wir mit den Möglichkeiten, die das www zu bieten hat. Nachdem Blogs seit einigen Jahren komplett aus der Mode gekommen sind und Kommunikation nur noch über Facebook, Twitter und Instagram lief sehen wir es an der Zeit, dass wie unsere Daten, unsere Kontakte, unsere digitale Identität wieder selbst in die Hand nehmen.

Die sozialen Medien, die wir heute nutzen haben sich abgenutzt und bestehen noch aus Werbung, Hass und algorithmisch generierten Inhaltsvorschlägen. Sie haben sich gewandelt. Von sozialen Netzwerken zu Werbeplattformen. Das geschah nicht von heute auf morgen sondern schleichend. Und so nützlich wir als Band diese sozialen Netzwerke immer noch empfinden, so sehr lehnen wir die Kommerzialisierung unserer digitalen Identität auch ab. Mit Punkrock hat das nix mehr zu tun.

Wir werden in Zukunft verstärkt über andere Wege kommunizieren. Momentan sind wir aber noch in einer Selbstfindungsphase denn auch wenn die Möglichkeiten unerschöpflich sind, ist die Zielgruppe träge. Viele von euch erreicht man nicht im . Einen Blog liest kaum mehr jemand. Und wer weiß schon was ist?. Wer nicht auf Facebook und Instagram ist, existiert nicht. Wir probieren uns aus und ihr seid eingeladen uns in unsere neue digitale Heimat zu folgen. Wir wissen selbst noch nicht wohin die Reise geht und können nicht garantieren, dass all die Kanäle erhalten bleiben. Aber es ist uns ein Anliegen Digitales besser zu machen!

Ihr könnt uns hier folgen:

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