Pressestimmen

Mit der Münchener Punk-Combo 1328 und ihrem strammen „Beercore“, der sich thematisch nahe liegend vorwiegend mit der Liebe zum Brauerei-Produkt auseinandersetzt, ging die Sause nach kurzer einleitender Ansprache unkompliziert in die Vollen – das nach dem Gründungsjahr des ältesten Münchner Brauhauses Augustiner benannte Quartett erwies sich mit nahezu zwei Jahrzehnten Erfahrung im Übungskeller, aus unzähligen Live-Gigs, diversen Plattenaufnahmen und Poltern im Geiste der Siebziger-Ursuppe als versierte Feten-Anheizer.
Bierzelt-Schunkeln war da eher weniger angezeigt, weitaus mehr der flott eingesprungene Pogo inklusive Bier-Dusche und zeitweiligem Gerempel zu den unverstellten Drei-Minuten-Gassenhauern. Ein Humpen aus dem Ramones-Sudkessel, etwas Buzzcocks-Stammwürze, angereichert mit ordentlichem Hardcore-Drive und kräftigem Geplärr, fertig war das Gebräu aus der Punkrock-Mälzerei der Weltstadt des Gerstensafts, und wo würde eine Band mit derartig unmissverständlichem philosophischem Unterbau auch mehr Sinn machen als in der Metropole des alljährlich im Frühherbst für zwei Wochen zelebrierten weltgrößten Massen-Besäufnisses?
(Konzertbericht von Gerhard Emmer)

Alle 13 Songs, die sich im Schnitt zwischen 2–3 Minuten bewegen, bleiben bereits beim ersten Durchlauf unauslöschlich im bierdurchsiebten Langzeitgedächtnis hängen. Als potentielles Hörerklientel sollten sich auch diejenigen nicht abschrecken lassen, die sich vom Branding „Old-School-HC“ nicht zwingend angesprochen fühlen. Der stellenweise an Johnny Rotten erinnernde Gesang von Frontmann Daniel Alberti und die nicht von der Hand zu weisende latente Metal-Affinität, sorgen dafür, dass es sich durchaus lohnt der Band etwas Aufmerksamkeit zu schenken. Der knackige Sound tut ein Übriges, dass man sich von der Scheibe einfach nicht trennen kann und sich noch ein paar weitere Runden einschenkt (Empfehlung vom Verfasser: zu jedem Anhören ein kühles Blondes. Intensiviert eindeutig das Hörerlebnis!).
(powermetal)

…Die Songs sind von Anfang bis Ende catchy und wirklich guter Punkrock… Die trinkfesten Münchner wissen genau, was sie da tun, und den Spaß an der Sache hört man auch raus…
…Bei den bierseligen Texten über gebrochene Herzen, verlorene Jobs durch den Suff finden sich zwischen den Zeilen ernste Aussagen, aber die Scheibe ist definitiv nichts für Leute, die in Musik permanent nach Tiefgang suchen…
(OX#110)

…1328 sind aber auch ein gutes Stückchen davon entfernt stumpf zu sein. Musikalisch liegt das Ganze zwischen 77er-Punkrock und hymnischem Midsing-Hardcore. Sauber gespielt, fette Chöre, mit authentischem Partyfeeling…
(Plastic Bomb)

…Was es mit „Beercore“ auf sich hat, das ist nicht allzu schwer zu erraten: Ein kneipentauglicher Sound, irgendwo zwischen Punkrock, Hardcore und Oi!. 1328 haben sich einiges von der Trunkenheit der REAL McKENZIES abgeschaut, vereinen dies mit dem frühen Sound von amerikanischen Ostküsten-Bands à la SLAPSHOT oder AGNOSTIC FRONT und bringen noch etwas Streetpunk vom Schlage BONECRUSHER ins Spiel…
(OX#59)